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Entspannung und Stressbewältigung für pflegende Angehörige

 

Informationsveranstaltung

mit Sibille Wildermuth

Gesundheits- und Entspannungspädagogin und Bildungsreferentin im Gesundheitsbereich, Praxis Sichtwechsel, Velen Ramsdorf

 

Bei der Veranstaltung am 18.06.2019 um 16 Uhr referierte Frau Sibille Wildermuth, Gesundheits- und Entspannungspädagogin sowie Bildungsreferentin im Gesundheitsbereich über das Thema Entspannung und Stressbewältigung für pflegende Angehörige.

 

Angehörige eines pflegebedürftigen Familienmitglieds leisten unendlich viel, oftmals über einen längeren Zeitraum. Neben der oft hohen körperlichen Anstrengung ist es auch die psychische Belastung, die unbemerkt viel Kraft und Energie beansprucht. Nicht selten kommt es zum Zusammenbruch.

So ist es gerade für pflegende Angehörige wichtig eine Möglichkeit zu finden, Pflege und Betreuung zu leisten, ohne sich selbst dabei zu vergessen.

Daher ist es wichtig, für sich Zeiten fest in den Alltag einzubauen, in denn man sich entspannen und erholen kann und etwas für sich tun kann, damit man die Belastungen durch die Pflege langfristig auch leisten kann. Der zu Pflegende hat nichts davon, wenn der Pfleger zusammenklappt und dann ausfällt. Daher ist eine gesunde Selbstwahrnehmung, um eine Überlastung zu spüren, unerlässlich und ein Eigenschutz überaus wichtig.

Frau Wildermuth stellt verschiedene Arten von Meditationen und Entspannungstechniken vor, es wurde sich auch auf Musik bewegt und berührt, um alle Muskeln zu lockern und auch etwas zu lachen, denn Lachen ist eine wunderbare Art sich zu entspannen. Die Ausgeglichenheit im Alltag zwischen Anspannung und Entspannung ist total wichtig, um langfristig alle Aufgaben zu meistern. Sie bot auch verschiedene Bücher zu diesem Thema an: u.a. von Dr. med Claudia Croos-Müller mit dem Titel „Kopf hoch – das kl. Überlebensbuch“. Außerdem ist es sinnvoll, sich die Worte „ich muss“, „ja, aber“ aus dem Sprachgebrauch zu streichen. Besser ist es auch mal sich ein „Neinsagen“ zu erlauben oder aber ein „ich werde, ich möchte“ zu nutzen. Dann erdrücken die Aufgaben nicht so. Auch das Sorgen machen um Sachen, die man nicht in der Hand hat, sollte man sich abgewöhnen. Sind Probleme da, geht man sie an, um sie zu lösen. Sorgen macht man sich selbst und das belastet nur unnötig.

 

Es war ein sehr interessanter Vortrag, die praktischen Übungen kamen gut an. Leider waren wohl aufgrund des heißen Wetters nur 10 Personen vor Ort.

 

 

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