Das persönliche Budget

Sarah Rensing (r.) und Andre Winkels (l.) von der Firma proroba aus Düsseldorf referierten am 14.11.2017 auf Einladung unseres Vereins zum Thema „Das Persönliche Budget – Ihr Weg ins selbstbestimmte Leben“.

Seit 2008 haben Menschen mit Behinderung einen Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget. Die Idee: Geld statt Sachleistung. Mit dem Geld des Persönlichen Budgets werden Helfer selbst angestellt und bezahlt. So wird man gegenüber den Assistenten zum Arbeitgeber. Das bedeutet mehr Unabhängigkeit und mehr Selbstbestimmung.

Das bedeutet aber auch mehr Planung und Organisation für einen selbst. Zum Beispiel muss nach passenden Assistenten gesucht, diese eingestellt und ein Arbeitsplan festlegt werden. Firmen wie die proroba helfen ihren Klienten bei allen mit dem persönlichen Budget verbundenen Schritten. Von der Bedarfsermittlung über die Antragsstellung bis zur Personalsuche. Die Kosten für die Leistungen von z.B. proroba werden ebenfalls aus dem persönlichen Budget bezahlt.

Wer sich für das Persönliche Budget entscheidet, kann das Geld für unterschiedliche Hilfen verwenden. Zum Beispiel für Unterstützung:

  • im Haushalt
  • bei der Pflege
  • bei Behördengängen
  • bei Arztbesuchen
  • bei der Arbeit oder Ausbildung
  • Fahrdienste
  • bei Kino- und Theaterbesuchen

Die Höhe des Budgets hängt davon ab, wie viel Hilfe Sie brauchen. Manche kommen mit weniger als 200 Euro im Monat aus. Benötigen Sie eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung, können Sie unter Umständen mehrere tausend Euro erhalten.

Das Budget beantragen Sie bei einem Kostenträger. Unter anderen gibt es diese Kostenträger:

  • Krankenkasse
  • Pflegekasse
  • Rentenversicherung
  • Unfallversicherung
  • Versorgungsamt
  • Jugendamt
  • Sozialamt
  • Integrationsamt
  • Agentur für Arbeit

Für konkrete Fragen erreichen Sie die beiden Referenten unter der Telefonnummer 0211/938810. Herr Winkels ist der für unser Gebiet zuständige Mitarbeiter.

 

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