Tipps und Tricks für das Gedächtnis

Am vergangenen Dienstag sind rund 30 Interessierte der Einladung des Vereins „Leben im Alter in Reken e.V.“ gefolgt, um sich vom Ergotherapeuten Johannes Späker über die Möglichkeiten des Gedächtnistrainings zu informieren. Die 1. Vorsitzende des Vereins, Gerda-Marie Möller, begrüßte dazu alle Anwesenden. Nach einer kurzen Vorstellung seiner Person beleuchtete Späker wichtige Faktoren, die das Gedächtnis beeinflussen. Er erläuterte wie sich Emotionen, Stress (gutartiger wie schädlicher), Krankheiten, Medikamente, Nahrungs- und Flüssigkeitsbedarf sowie Bewegung auf die Hirnleistung auswirken. Besonders betonte er aber die Faktoren „Aufgaben“ und „Ziele“, die jeder Mensch im Rahmen seines Lebens insbesondere im Ruhestand für sich anders definiert. Denn wichtig ist der eigene Antrieb, sowie das Gefühl „gebraucht zu werden“. Auch der Austausch mit anderen Menschen ist wichtig.Immer wieder konnte Späker mittels anonymer Beispiele aus seiner Berufspraxis anführen, welche Dinge im Rahmen der ergotherapeutischen Arbeit bei älteren Menschen möglich sind. So gehört auch das Wiedererlernen von Bewegungsabläufen wie am Beispiel „Dreirad-Fahren“ einer älteren Dame erklärt, dazu. Dabei geht es nicht darum, einen Menschen umzukrempeln, sondern verlorene Lebensqualität wieder zu erlangen, betonte Späker.Ein täglicher Spaziergang zum Beispiel kann die Sauerstoffaufnahme im Gehirn deutlich erhöhen. Ebenso erläuterte Späker die positiven Auswirkungen einer ausgewogenen Säure-Basen Ernährung. Dass Flüssigkeit ein besonders wichtiger Faktor für die „grauen Zellen“ sei, war natürlich allen Anwesenden bekannt. Deutlich wurde aber auch, dass nur wenige die tägliche Trinkmenge erreichen.

 

 

Sofern man bei der Einnahme von Medikamenten - wohlmöglich von verschiedenen Ärzten verschrieben – merkt, „etwas stimmt nicht mit mir“, sollten Betroffene  mit allen Medikamenten im Gepäck einen Arzt konsultieren. Dieser kann dann überprüfen, ob möglicherweise die eingenommenen Mittel sich in ihrer Wirkungsweise gegenseitig negativ beeinflussen. Abschließend stellte Späker eine Bandbreite von Möglichkeiten vor, wie das Gehirn trainiert werden kann und verteilte „kleine Hausaufgaben“. Nur „Mensch-ärgere-dich-nicht-spielen“ halte den Geist auf Dauer nicht fit. Abwechslung sei wichtig. Von Zahlenreihen über Sudoku, Kreuzworträsel, Memory oder verschiedene Aufgaben in Übungsbüchern, die alleine oder in der Gruppe erarbeitet werden können; es gibt viele Möglichkeiten. Wer die Stichworte „Gehirnjogging“ oder „Gedächtnistraining“ bei google.de eingibt, findet eine Vielzahl von verschiedensten Übungsmöglichkeiten. Da ist mit Sicherheit etwas für jeden dabei. Für seinen gelungenen Vortrag wurde Johannes Späker von Antje Jacobs ein kleines Dankeschön im Namen des Vereins überreicht.

Eine Auswahl der empfohlenen Spiele:

Reversi von Ravensburger

Potzblitz von Haba

Super3 von MB

 

Buchempfehlungen:

Gedächtnis spielend trainieren. 33 Spielearten mit 333 Spielen von Franzsika Stengel

Progressives Gedächtnis- und Konzentrationstraining von Erich Kasten

Kreatives Denktraining von Petra Rigling

 

Beispielhafte Links zum Thema:

http://www.senioren-ratgeber.de/Gehirnjogging

 

http://www.zeitblueten.com/50-gehirnjogging-uebungen/

 
 

 

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