Könnte die Osteopathie mir helfen?

Um diese Frage zu klären, kamen im Mai viele Interessierte zum Vortrag „Osteopathie für Senioren“ ins Rekener Vereins- und Bildungszentrum. Unser Verein hatte dazu als Referent den Physiotherapeuten, Heilpraktiker und Osteopathen Oliver Schoenfeld vom Therapieteam Coesfeld eingeladen. Denn Osteopathie ist bei Jung und Alt in aller Munde.Schönfeld berichtete umfassend über die Entstehung der noch relativ jungen, und in den USA erst vor 140 Jahren begründeten Heilmethode, die in den 1950ern auch langsam bei uns in Deutschland für Interesse sorgte. In den letzten Jahren ist das Angebot an Osteopathen zwar deutlich gewachsen, dennoch gibt es für die Behandlung häufig längere Wartezeiten, denn die Nachfrage sei größer als das Angebot, so der Fachmann. Dies liegt zum einen an der langwierigen und kostspieligen Ausbildung und außerdem an der zeitaufwändigeren Behandlung bzw. Beratung. Denn eine osteopathische Behandlung zielt auf die Wiederherstellung der körperlichen Funktionsfähigkeit ab. Körpereigene Ressourcen werden durch manuelle Beseitigung von Blockaden/ Bewegungsverlusten - gleich welchen Gewebes – für den Heilungsprozess gezielt genutzt und zur Stärkung angeregt. Um sich ein umfassendes Bild zu machen, benötigt der Osteopath für das 1. Gespräch häufig eine Stunde und erarbeitet mit dem Patienten gemeinsam individuelle Ursachen- und Wirkungsketten heraus.So ist die Osteopathie nicht selten eine gute Ergänzung zur Schulmedizin.Aus diesem Grund ist dem Coesfelder eine gute Zusammenarbeit mit seinen Arzt-Kollegen wichtig. Ebenso wie der Hinweis, dass auch ein seriöser Osteopath kein Wunderheiler ist. Eine hochgradige Arthrose beispielsweise verschwindet nicht „wie von Zauberhand“! Durch die osteopathische Behandlung wird aber in vielen Fällen eine Möglichkeit gefunden, die Lebensqualität zu steigern.Die wachsende Anerkennung der Osteopathie wird auch daran deutlich, dass immer mehr Kassen die Kosten erstatten. Bevor eine Behandlung aufgenommen wird, sollte man jedoch immer mit seiner Krankenkasse die Modalitäten für eine eventuelle (anteilige) Kostenübernahme klären!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Leben im Alter in Reken e.V.